Evangelische Kirchbürger sagen Ja zu allen Geschäften

kirche 9 - GS (Foto: Georg Stelzner)
50 Stimmberechtigte kamen am 1. April zur Versammlung der evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Degersheim ins Kirchgemeindehaus (KGH) ein. Sie hiessen die Rechnung 2025 und das Budget 2026 gut. Das Budget schliesst ausgeglichen ab und der Steuerfuss bleibt bei 28 Prozent, weil Degersheim im Finanzausgleich ist.
Martin Knoepfel,
Ebenso genehmigte die Versammlung Kredite für total 210'000 Franken für das Gebäudeleitsystem, eine neue Bühnenbeleuchtung und einen Stauraum beim KGH. Die Finanzlage der Kirchgemeinde ist laut René Nef solide, aber die Mitgliederzahl sank unter die 1000er-Grenze. Dafür sind vor allem viele Austritte von Neuzuzügern und die Todesfälle verantwortlich.
Bestätigt wurden die bisherigen Mitglieder der Kirchenvorsteherschaft (Kivo): René Nef (Präsident), Heinz Frischknecht, Martin Koepfel, Matthias Wartenweiler und Patricia Werder. Neu in die Kivo kommt Janic Bühler. Er ist 24-jährig und in Degersheim aufgewachsen. Im Sommer beginnt er das Studium an der Pädagogischen Hochschule in Chur. Er engagiert sich in der Jungwacht und im Kids-Camp des FCSG. Bestätigt wurden auch die wiederkandidierenden Mitglieder der Geschäftsprüfungskommission (GPK), die Synodalen sowie die (Ersatz-)Stimmenzähler.

Ziel ist Bauprojekt für Versammlung 2027
Heinz Frischknecht orientierte darüber, wie es mit dem Anfang Januar abgebrannten Pfadiheim weitergeht. Die Brandursache konnte nicht ermittelt werden. Die Staatsanwaltschaft hat die Untersuchung eingestellt. Eine Baukommission der Kirchgemeinde hat die Arbeit aufgenommen. Die Brandruine bleibt vorerst stehen, denn der Rückbau ist erst erlaubt, wenn ein Bauprojekt bewilligt ist.
Das Ziel ist, der Kirchgemeindeversammlung 2027 ein Projekt für einen Neubau vorzulegen. Auf dem Weg dorthin müssen aber noch komplexe rechtliche Abklärungen getroffen werden. Weil das Grundstück in der Landwirtschaftszone liegt, ist der Kanton für die Baubewilligung zuständig.
Jugendarbeiter André Eberle orientierte über das Projekt Neue Form von Kirche «Refresh». Dieses wird administrativ und finanziell über die Kirchgemeinde Degersheim abgewickelt. Eberle ist mit einem 30-Prozent-Pensum für das «Refresh-Camp» tätig. Das Ziel des Projekts besteht darin, neue Formen des kirchlichen Lebens zu finden. Alle zwei Jahre ist ein «Refresh-Camp» geplant. Am «Refresh-Camp» 2025 nahmen über 320 Jugendliche und junge Erwachsene aus dem ganzen Kanton teil.